Underground in Köln
The Carrier mit All Teeth und Landscapes
(30.07.2011) Was
düsteren Hardcore angeht sind die Amerikaner von THE CARRIER
weit
vorne mit dabei. Man verbindet kantigen Hardcore mit düsterer
Atmosphäre und emotionalen Texten. Diese Szene findet Anklang
wie
MORE THAN LIFE, DEAD SWANS, MODERN LIFE IS WAR, HAVE HEART oder KILLING
THE DREAM bereits bewiesen haben in der Vergangenheit. Doch bevor wir
zum Hauptact des Abends kommen geben erst einmal die Briten von
LANDSCAPES sich die Ehre auf ihrer ersten Europatour. Auch das Quintett
spielt düsteren Hardcore und erinnert nicht nur wegen des
heiseren
und etwas drucklosen Gesangs an die genialen Landsmänner von
MORE
THAN LIFE. Die Jungs geben ihre komplette Debüt-EP
„Reminescene“ zum Besten und können damit
auch den ein
oder anderen Anwesenden überzeugen am Ende die CD oder eine
T-Shirt mitzunehmen. Nach guten 20 Minuten ist allerdings bereits
Schluss.
ALL
TEETH sind nämlich direkt im Anschluss auf der Bühne.
Die
Amerikaner spielen eine ganz andere Art von Hardcore als LANDSCAPES.
Viel aggressiver, schneller und wesentlich kürzer
verprügeln
die Musiker ihre Instrumente. Das Ganze wird dazu noch
unterstützt
vom mehr als wütenden Gesang des gehbehinderten
Sängers.
Allerdings ist die Musik nicht so ansprechend wie bei den beiden
anderen Bands des Line-Ups. Doch vielen scheint der Auftritt der
Kalifornier Spaß zu bereiten.
Doch wird diese Euphorie während der ersten Töne von
THE
CARRIER mit Leichtigkeit übertroffen. Die Kids
reißen sich
um das Mikrofon und sind gut in Bewegung. Auch die Band auf der
Bühne legt einiges an Energie in ihre Show und hat sichtlich
Spaß daran wie das Publikum mitgeht.
Übrigens
Die
Setlist ist ein guter Mix aus den beiden Alben „One Year
Later“ und dem neusten Output „Blind To What Is
Right“ sowie der 7“ „No Love Can Save
Me“. So
ziemlich jeder wichtige Song kommt in dem gut 35 Minuten langen
Auftritt der Hardcore-Truppe unter, der die meisten
schweißgebadet in die Nacht entlässt.
Zuhause
in die Ferne schweifen mit trendigen Treffpunkten unterwegs in cultigen
Städten.